Equatronic bedeutet
mittlerweile über ein Jahrzehnt Bandgeschichte und die schrittweise
Entwicklung von „local heroes“ im heimatlichen Saarland
bis hin zu einem international anerkannten und gefragten Act in
der Synthpop Szenerie.
Freilich hatten die drei Jungs, die sich 1987 (damals noch
unter dem Namen „The Wish“) mit einigen Synthesizern
und einem Atari ST ausgestattet, in Muttis Keller zum Üben
einsperrten, eine derartige Entwicklung noch nicht im Sinn.
Das Motto war damals „fun, fun, fun“ und eine glühende
Verehrung der Musik der frühen 80er Jahre.
Bereits zwei Jahre später wurde Bandmitbegründer
Oliver Thom das musikalische Konzept zu eng: Neue Töne
mussten her und eigene Songs. So wurde aus „The Wish“
folgerichtig „New Substance“. In den folgenden vier
Jahren wurden insgesamt drei Demo-Tapes eingespielt und massiv
Live-Erfahrung gesammelt. Nachdem auch dieses Projekt wegen
musikalischer Differenzen innerhalb der Band aufgelöst
wurde, kam für Oliver keine andere Alternative mehr in
Frage, als eine gänzlich eigene Band zu starten, um seine
musikalischen Ziele umzusetzen: das Ergebnis ist EQUATRONIC.Seit
1993 zelebrieren EQUATRONIC ihre Verehrung für ihre musikalischen
Helden der (New) Wave Ära, wie Depeche Mode, Yazoo, Erasure,
The Cure oder den Sparks. Nach zwei sehr erfolgreichen Demo
Tapes wagte die Band (damals noch ein Trio) den nächsten
Schritt und produzierte anno 1996 die 5-Track EP „Shadowland“,
mit der sie auch außerhalb des heimatlichen Saarlandes
positiv auffielen und nicht zuletzt auch die Aufmerksamkeit
des renommierten deutschen Electro-Labels Zoth Ommog errangen.
Anfang 1997 folgte konsequenterweise das erste full-length
Album, welches ebenfalls „Shadowland“ hieß.
Die Fachpresse zeigte sich begeistert:
"Equatronic.[..] suchen mit ungewohnten wie frischen
Ideen nach neuen Nuancen in ihrem Genre." (ZILLO)
"Sie sind einfach besser, als andere, so einfach kann
die Welt manchmal sein." (ORKUS)
"Das Album ist daher für Synthpop-Fans Pflicht, erst
recht für diejenigen, die [...] für Feinheiten noch
ein Ohr haben. (ORKUS)
1998 schrumpften sich EQUATRONIC zum Duo zurecht und spielten
in dieser Formation den zweiten Longplayer „Motivation“
ein, mit dem die Band ihre musikalische Bandbreite noch weiter
auffächern und ihre herausragendsten Qualitäten, nämlich
ihre klassisch ausgebildeten Stimmen und das Gespür für
zeitlose, eingängige Melodien noch intensiver einbringen
konnte. Fast wie auf einem Sampler wechseln sich auf dieser
Platte zerbrechliche Balladen mit härteren elektrischen
Beats ab, stehen hymnische Arrangements stimmig neben fröhlichen
Popsongs.
So blieb es nicht aus, daß EQUATRONIC auf beiden Seiten
des Atlantiks begehrte Songlieferanten für wichtige Szene-Sampler
wurden. Ob in Deutschland auf den jeweiligen CD-Erstveröffentlichungen
der Fanzines e-lectic und re-flexion, oder in den USA auf diversen
Tribute-Compilations der Labels Synthphony oder Hypnotic, ob
Eigenkomposition oder mit Liebe gemachte Coverversion: Stets
zählen EQUATRONIC Tracks zu den Alben-Highlights.
Abgerundet wird die EQUATRONIC Discographie durch Remixes für
Genrekollegen wie Echo Image, Tristraum oder Point of View.
Auch als Live-Act haben sich EQUATRONIC eine treue Fangemeinde
erobert. Olivers exzentrische Bühnenpräsenz schlug
die Besucher der „Back to the Eighties“ Tour (zusammen
mit Zoon Politicon und den Electro-Helden Psyche) anno 1999
noch immer in den Bann. Unvergessen bleibt auch der Auftritt
im Wiener Szene-Tempel U4.
Anfang 2003 stiess Dirk Gerlach, der 1996 bei den Aufnahmen
der Songs zur Shadowland e.p. mitgewirkt hatte, als dritters
Bandmitglied dazu, um Equatronic auf Konzerten in Skandinavien
zu unterstützen. Nach den erfolgreichen Gigs in Schweden
und Dänemark lag eine weitere Zusammenarbeit auf der Hand.
Herbst 2003 musste Dorothea Brandt die Band aus zeitlichen Gründen
leider verlassen, seitdem ziehen Oliver und Dirk wieder als
Duo durch die Lande.
Am 16. März 2004 veröffentlichten Equatronic ihr
Best Of Album „Too close, too far and gone - The Best
of Equatronic remixed“. 12 Tracks bieten sowohl akustisch
als auch lyrisch einen Querschnitt durch die über 10 jährige
Bandgeschichte. Jeder Song ist ein Meisterwerk - remixed von
internationalen SynthPop Bands und durch die neu eingesungenen
Vocals von Equatronic veredelt.
Für die Zukunft haben die beiden Saarländer noch
eine ganze Menge an musikalischen Ideen parat. Der gerade erst
abgedrehte Videoclip zum Album-Opener „Shame“ ist
dabei nur der Anfang - lassen wir uns überraschen!
Releases

TOO CLOSE, TOO FAR AND GONE
THE BEST OF EQUATRONIC ... REMIXED (2004)

ALWAYS THE SAME(online-only maxi) (2005)
Band Line-Up
Dirk Gerlach (Vocals, Keyboards)
Oliver Thom (Vocals, Synths, Programming)
mehr infos: www.equatronic.com